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Europa – für junge Menschen

Audio-Linkempfehlungen Europawochen

Europa – das ist für viele junge Menschen selbstverständlich geworden: grenzenlos reisen, gemeinsam lernen, unterschiedliche Perspektiven erleben. Doch wie gelingt es, diese Idee von Europa auch im Bildungsalltag lebendig zu halten?

Audio-Linkempfehlungen zu Websites und digitalen Formaten, die sich besonders gut für die Arbeit mit jungen Menschen eignen – darunter auch interaktive Spiele, die Europa hörbar und erlebbar machen.

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Schlagwörter

Europa, Ausbilder, Ausbildung, Auszubildender, Europäische Union, Grundschule, Lehrer, Podcast, Schule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Europawochen, Audio-Linkempfehlungen,

Art des Podcasts Audio-Linkempfehlungen
Autor des Podcasts Christine Schumann
Bildungsbereich Vorschule; Grundschule; Sekundarstufe II; Berufsbildung
Laufzeit 00:06:43
Tag der Aufnahme 18.05.2026
Rechte CC-by-sa, Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Letzte Änderung am 2026-05-19 09:22:57

Lesefassung

Europa – das ist für viele junge Menschen selbstverständlich geworden: grenzenlos reisen, gemeinsam lernen, unterschiedliche Perspektiven erleben. Doch wie gelingt es, diese Idee von Europa auch im Bildungsalltag lebendig zu halten?

Guten Tag und herzlich willkommen bei „Bildung auf die Ohren“, dem Podcast des Deutschen Bildungsservers. Mein Name ist Christine Schumann.
Passend zu den Europawochen im Mai habe ich heute für Sie interessante Angebote aus dem Pool des Deutschen Bildungsservers rund um das Thema Europa zusammengestellt.

Die Europawochen gehen zurück auf zwei zentrale Daten: den 5. Mai 1949, den Gründungstag des Europarates, und den 9. Mai 1950, an dem der französische Außenminister Robert Schuman mit seiner Erklärung die Grundlage für die spätere Europäische Union schuf.

Jedes Frühjahr bieten die Europawochen in ganz Deutschland zahlreiche Anlässe, Europa neu zu entdecken: mit Workshops, Seminaren, Lesungen oder Diskussionen – und vor allem mit vielen Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wie kann man junge Menschen für Europa begeistern?

In dieser Folge stelle ich Ihnen deshalb Websites und digitale Formate vor, die sich besonders gut für die Arbeit mit jungen Menschen eignen – darunter auch interaktive Spiele, die Europa hörbar und erlebbar machen.

Lassen Sie sich inspirieren, wie Europa ganz konkret in Ihre Bildungsarbeit hineinwirken kann.

Kinder

logo!, die ZDF-Nachrichtensendung für Kinder hat tolle Themenseiten zur Europäischen Union, auf der u.a. das Europäische Parlament, die EU-Mitgliedsstaaten und die Geschichte der EU vorgestellt werden. Besonders schön ist eine Reise durch die Europäische Union; bei Klick auf ein Land ertönt die jeweilige Nationalhymne und in einem Pop up-Fenster gibt’s lustige und interessante Informationen zu den Mitgliedsländern. Ideal, um mit Kindern über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse ins Gespräch zu kommen. Das interaktive Angebot ist für Kinder ab dem Grundschulalter geeignet und hat 2025 auch den Comenius Edu Media Award erhalten.

Und dann gibt es noch die EU Lernecke. Hier hat die europäische Union Spiele für verschiedene Altersgruppen und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zusammengestellt - für zu Hause oder in der Schule! Die 28 hier aufgeführten Spiele reichen von Himmel und Hölle -Faltpapier-Adaptionen über Brettspiele zu Biodiversität, Lernquizes und Rollen- und Simulationsspielen bis hin zu einem Online-Labyrinth, bei dem man sich gegen Desinformation behaupten muss. Eine wahre Fundgrube! Die Zusammenstellung kann man übrigens nach Altersstufen filtern. Sehr praktisch.

Die Linktipps sind übrigens alle auf der Bildungsserver-Seite „Europa für Kinder erklärt - Fakten, Spiele & Texte“ zu finden: 

Schule

Zwei Rollen- und Simulationsspiele möchte ich für den Unterricht in der Sekundarstufe empfehlen, also für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren: 
Im „Unionslabor“ nehmen sie die Funktion von Staatschefs ein und treffen wichtige Entscheidungen, die für ihre jeweiligen Länder unterschiedliche Folgen haben können. Klar kommt es dabei schnell zu Konflikten: Wie soll der Wohlstand verteilt werden? Soll es einen gemeinsamen Markt geben? Und: Muss jedes Land zustimmen oder kann auch mal jemand überstimmt werden? Das Unionslabor ist super geeignet für eine Doppelstunde, für Lehrkräfte gibt es extra Lehrmaterialien und Arbeitsblätter dazu. 

Und wem das Unionslabor doch ein bisschen zu technokratisch anmutet – es gibt eine Alternative: das Online Spiel „Fabulous Council“. In der Fantasiewelt „Nafasia“ schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Vampiren, Hexen, Drachenreitern, Naturgeistern und Landbevölkerung – und sie ahnen es: Jeder hat hier erstmal eigene Interessen. In einer Spielrunde von 30 Minuten müssen nun alle Abstriche machen und Kompromisse finden. Klingt doch gut, oder?

Beide Spiele sind zu finden im Dossier „Unterrichtsthema Europa und EU“, das sich an Lehrkräfte in der Grundschule und den Sekundarstufen i und II richten. 

Berufliche Bildung

Nicht wirklich spielerisch sind die Informationsmöglichkeiten für junge Auszubildende, die sich für Austauschprogramme oder Auslandsaufenthalte in europäischen Ländern interessieren. Man muss fast sagen, dass das – im Gegensatz zu einem Erasmus-Semester während eines Studiums – eine doch etwas kompliziertere Angelegenheit ist. Aber, und das ist ganz wichtig, es gibt viele Möglichkeiten, europäische Länder auch über seine Ausbildung kennenzulernen. 

Auf unserer Seite „Mobilität für Auszubildende“ haben wir Informationen zu Programmen, Anlaufstellen sowie bilaterale und regionale Austauschmöglichkeiten oder auch zur dualen Ausbildung im Ausland zusammengestellt.

Zwei Anlaufstellen daraus möchte ich besonders empfehlen: 

Berufsbildung ohne Grenzen“ ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das Auszubildende und junge Fachkräfte dabei unterstützt für eine gewisse Zeit im Ausland zu arbeiten. Ein Netzwerk von Mobilitätsberater/innen hilft beim Planen und Durchführen von Auslandsaufenthalten. Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet, Azubis wird zum Beispiel Schritt für Schritt erklärt, was sie machen und an wen sie sich wenden müssen, um eine Zeitlang im europäischen Ausland arbeiten und leben zu können

Auch klasse ist die Seite „MeinAuslandspraktikum.de - Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“. Sie ist einfach und übersichtlich gegliedert und bietet Azubis eine ziemlich gute Orientierung. Mit einem einfach Klick kommen Ausbildungsverantwortliche an beruflichen Schulen, Kammern oder Kreishandwerkerschaften auf eine Ansicht, auf der Informationen eigens für sie zusammengestellt sind. Ziemlich gut gemacht, die Seite! 

Es gibt auch regionale Angebote für innereuropäischen Austausch in der Ausbildung. 
Baden-Württemberg zum Beispiel bietet mit „Go.for.europe” eine Servicestelle, die Unternehmen und Auszubildende aus den Branchen Gewerbe und Technik, Handwerk, Kaufmännisches sowie Hotellerie & Gastronomie bei Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten unterstützt 

Oder „ProTandem, die Deutsch-Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung“ mit Sitz in Saarbrücken. ProTandem organisiert für Jugendliche Azubis Gruppenaustausch in Deutschland und Frankreich, und für Lehrkräften an Schulen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder einen individuellen Austausch – alles mit dem Ziel die europäische Mobilität in Beruf und Ausbildung zu fördern, sprachliche Barrieren gemeinsam zu überwinden und zur deutsch-französischen Verständigung beizutragen.  


Ob diese Linktipps dabei helfen, dass junge Menschen sich noch mehr für die europäische Idee begeistern und die Vorteile dieser Union selbst erfahren können? Das wäre toll! 

Alle Empfehlungen finden Sie übrigens im Episodentext. Viele Spaß beim Entdecken.

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