
Stromspeicher: Die Superhelden der Energiewende
Immer mehr Strom kommt aus erneuerbaren Energien. Das ist super fürs Klima, denn bei der Produktion entsteht viel weniger CO₂.
Aber Sonne und Wind liefern nicht immer Strom. Wenn es dunkel ist und der Wind nicht weht, produzieren Wind- und Solaranlagen wenig bis gar keinen Strom. Den brauchen wir aber natürlich trotzdem. Andersherum gibt es manchmal viel Energie, obwohl gerade kaum Bedarf besteht.
Was wäre, wenn wir den überschüssigen Strom einfach speichern könnten, bis wir ihn wirklich brauchen? Genau dafür gibt es sogenannte "Stromspeicher"! Eigentlich sind das Energiespeicher: Sie nehmen den überschüssigen Strom auf, wandeln ihn in eine andere Energieform um und speichern diese, bis der Strom wieder gebraucht wird.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Strom zu speichern. Eine davon kennen wir alle: unser Akku im Handy. Das funktioniert gut für kleine Geräte. Aber wie speichert man Strom für einzelne Häuser oder sogar eine ganze Stadt?
Dafür gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten, hier drei Beispiele:
- Akkus: Es gibt nicht nur die kleinen Akkus im Handy, sondern auch viel größere. Man findet sie zum Beispiel in E-Autos oder in Häusern, die eine Solaranlage auf dem Dach haben. Wenn mehr Strom produziert wird als gebraucht, wird der überschüssige Strom genutzt, um eine chemische Reaktion im Akku anzutreiben. So wird die Energie im Akku gespeichert. Später, wenn wir Strom brauchen, können wir die Reaktion einfach wieder umkehren.

- Pumpspeicherkraftwerke: Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird Wasser mit Strom einen Berg hochgepumpt. Brauchen wir Energie, fließt es wieder runter. Dadurch dreht sich eine Turbine und es wird wieder Strom erzeugt.
- Wasserstoffspeicher: Mit Strom kann Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten werden. Den Wasserstoff speichert man dann zum Beispiel in großen Tanks. Wenn später Strom gebraucht wird, reagiert er mit Sauerstoff aus der Luft und dabei entstehen wieder Strom und Wasser.
Die verschiedenen Speicher eignen sich für ganz unterschiedliche Anwendungen. Manche können die Energie nur für einige Sekunden oder Minuten speichern, andere für mehrere Monate. Manche sind klein und kompakt, andere brauchen richtig viel Platz. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind echte Superhelden der Energiewende. Ohne sie geht es nicht, denn nur mit ihnen können wir die erneuerbaren Energien sinnvoll nutzen.
Pumpspeicherwerke werden anschaulich bei der "Maus" erklärt:
Und ein Video zu Wasserstoff gibt's hier:
Erstellt am 01.06.2026, zuletzt geändert am 03.06.2026
Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Lara Offermann für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.Auch interessant
Bildrechte: Laborratte / Pixabay- Strom aus Wind – Wie geht das?