
Mangroven – die Superhelden der Küsten

Mangroven sind besondere Wälder an tropischen Küsten. Sie wachsen dort, wo Flüsse ins Meer fließen. Ihre Bäume stehen oft im Wasser und haben Luftwurzeln, die aus dem Schlamm herausragen. So bekommen sie Sauerstoff und bleiben fest im Boden verankert.
Diese Wurzeln haben noch einen wichtigen Effekt: Sie bremsen Wellen und Strömungen. Dadurch lagert sich Schlamm ab, neue Küsten entstehen und das Land wird stabiler.
Warum Mangroven so wichtig sind
Mangroven sind ein natürlicher Schutz für Küsten. Sie können Wellen, Sturmfluten und Überschwemmungen abschwächen. Gleichzeitig sind sie ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere – zum Beispiel Fische, Krebse, Vögel und Reptilien. Viele Jungfische wachsen dort auf.
Auch für Menschen sind Mangroven wertvoll: Sie liefern Holz, Nahrung und helfen der Fischerei.

Mangroven sind bedroht
Leider verschwinden Mangroven weltweit. Wälder werden abgeholzt, zum Beispiel für Reisfelder, Ölpalmenplantagen oder Garnelenfarmen. Außerdem setzen Stürme, Dürren und der steigende Meeresspiegel den Küstenwäldern zu.
Mangroven helfen auch dem Klima
Mangroven speichern sehr viel Kohlendioxid (CO₂) – pro Flächeneinheit sogar mehr als Regenwälder. Der allergrößte Teil des Kohlendioxids wird dabei im Boden gespeichert. Wird ein Mangrovenwald zerstört, gelangt dieses CO₂ wieder in die Atmosphäre.
Mehr Infos erhältst du in unserem Klimawiki:
Und hier:
- Helmholtz Klima: Wie speichern Mangroven-Wälder CO₂?
Erstellt am 19.05.2026, zuletzt geändert am 20.05.2026
Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Sandra Cheetham und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.
