Migrationshintergrund und Bildungsbenachteiligung. Die Bedeutung von Gruppenprozessen. Memorandum zum politischen Handeln.
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Die neuesten internationalen Vergleichsuntersuchungen haben Deutschland kein gutes Zeugnis ausgestellt: Hier gelingt es weniger als anderswo, soziale und familiäre Benachteiligungen im Zuge der schulischen Ausbildung auszugleichen. Einen großen Einfluss auf die Bildungs- und Lebenschancen haben gute Kenntnisse der Landessprache. Dementsprechend fällt Interventionen zur Förderung der Landessprache im Katalog der geforderten Maßnahmen zur Unterstützung von Integrationsprozessen eine Schlüsselstellung zu. Es gibt jedoch weitere Einflussfaktoren, welche die AKI in ihrer sozial-, entwicklungs- und pädagogisch-psychologischen Forschung identifiziert und untersucht hat, bspw. der Stereotype Threat, Erwartungseffekte und die Bedeutung einer Gruppierung von Schülerinnen und Schülern nach Leistung. Sie sind maßgeblich an der Entstehung und Aufrechterhaltung der Diskrepanz der Bildungsergebnisse beteiligt, den am Bildungsprozess Beteiligten aber nicht immer bewusst. Sie beziehen sich sowohl auf die Lernenden aus Minoritäts- und Majoritätsgruppen als auch auf die Lehrenden sowie auf Lernumgebungen und ihre institutionellen Strukturen. (pdf, 4 S.)